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Nicht nur Banken brauchen Banker

12.08.2014 – Outplacement-Berater verhelfen zum neuen Job –

Die Meldungen über den Stellenabbau im Bankensektor reißen nicht ab, wie die jüngsten Informationen über den grundlegenden Umbau der HypoVereinsbank zeigen. Damit wird es für immer mehr Banker wichtig, auch außerhalb ihrer angestammten Branche nach Karrierechancen Ausschau zu halten. Mittelständische Unternehmen schätzen das Know-how eines Bankers für die Finanzierung und Kapitalbeschaffung, in Großunternehmen eröffnen sich Chancen z. B. in den Bereichen Treasury, Risikomanagement und Beteiligungscontrolling. Eine qualifizierte Outplacement-Beratung unterstützt und begleitet die Mitarbeiter auf diesem Weg.

Zum letzten Monatsersten hat Michael Müller (Name geändert), 35, seine neue Stelle als Beteiligungscontroller in einem Technologiekonzern angetreten. Dabei hat der frühere Risikoanalyst in einer Bank erst fünf Monate zuvor vom bevorstehenden Personalabbau bei seinem Finanzinstitut erfahren. Um den Stellenabbau sozial verträglich umzusetzen, bot der Arbeitgeber den Mitarbeitern eine Outplacement-Beratung im Rahmen des Aufhebungsvertrags an. Diese Beratung unterstütze Michael Müller darin, sich beruflich neu zu orientieren.

Qualifikationen eines Bankers auch in der Privatwirtschaft gesucht



Michael Müller analysierte zunächst kritisch seinen bisherigen beruflichen Werdegang, der ihn geradewegs vom Studium in eine Bank geführt hat. Markus Heinzinger, sein Outplacement-Berater bei der SKP Personal- und Managementberatung, half ihm dabei, diejenigen Qualifikationen und Kompetenzen herauszufiltern, die auch außerhalb des Finanzwesens gefragt sind. Das sind zum einen seine ausgeprägten analytischen Fähigkeiten und der sichere Umgang mit Zahlen und zum anderen soft skills wie eine hohe Kundenorientierung, ein angemessenes Auftreten, Verlässlichkeit und Genauigkeit.

Gemeinsam erarbeiteten die beiden dann Alternativen für mögliche Zielpositionen und Zielfirmen in der Privatwirtschaft. „Neben den Bereichen Treasury, Liquiditätssteuerung und der Analyse von Zins-, Währungs- und Lieferrisiken erschien mir die Analyse und Steuerung von Unternehmensbeteiligungen sehr interessant“, erläutert Michael Müller. Als mögliche Zielfirmen adressierte er im weiteren Lauf des Bewerbungsprozesses den gehobenen Mittelstand und Großkonzerne im Technologiesektor. „Wir setzen dabei auf die bekannten Wege wie Stellenausschreibungen und Personalberater“ so Markus Heinzinger, Senior-Berater bei SKP, “nutzen darüber hinaus aber verstärkt die Ansprache der eigenen Kontakte durch den Klienten und die Erschließung des verdeckten Stellenmarkts mit Hilfe von Initiativbewerbungen.“

Die neue Stelle bekam Michael Müller schließlich über einen früheren Geschäftskontakt. „Als Beteiligungscontroller eröffnen sich mir ganz neue Einblicke in unternehmerisches Handeln“, berichtet Michael Müller, „Die neue Position bietet mir sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten und auch finanziell hat sich der Wechsel in die Industrie für mich gelohnt.“

Weiterer Personalabbau im Finanzwesen



So wie Michael Müller werden sich zukünftig weitere Mitarbeiter im Bankensektor auf Veränderungen einstellen müssen. Denn mehr als jede dritte deutsche Bank (36 Prozent) plant, auch in den kommenden sechs Monaten ihren Personalbestand zu reduzieren. Dies ergab eine Umfrage unter 41 deutschen Banken, die Anfang 2014 im Rahmen des Bankenbarometers von Ernst & Young durchgeführt wurde. Der größte Stellenabbau erfolgt demnach in den Stabsfunktionen und in der Verwaltung, aber auch die Bereiche Retail und Business Banking werden nicht verschont werden. Um diese Personalmaßnahmen sozial verträglich zu gestalten, setzen immer mehr Institute Outplacement-Beratung für ihre Führungskräfte und Experten ein.

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